Vorteile eines externen Datenschutzbeauftragten

Die Bestellung eines externen Datenschutzbeauftragten ist aus folgenden Gründen für ein Unternehmen die wesentlich effizientere, kostengünstigere und flexiblere Lösung als die Bestellung eines internen Datenschutzbeauftragten:

Ein externer Datenschutzbeauftragter verfügt zur Zeit der Bestellung bereits über eine umfassende Qualifikation und Erfahrung im Bereich des Datenschutzes, während ein interner Datenschutzbeauftragter zunächst aufwendig geschult werden muss. Hierfür muss er für Fort- und Weiterbildungen von seiner Haupttätigkeit freigestellt werden. Das verursacht hohe Anlaufkosten.
Der externe Datenschutzbeauftragte bildet sich auf eigene Kosten fort. Es fallen für das Unternehmen keine gesonderten Kosten an. Die Bestellung eines internen Datenschutzbeauftragten ist dagegen mit regelmäßigem kostenintensivem Weiterbildungsaufwand verbunden.
 Anders als bei der Bestellung eines externen Datenschutzbeauftragten, der bereits über die notwendige Ausstattung mit Fachliteratur und Software verfügt, muss diese Ausstattung bei der Bestellung eines internen Datenschutzbeauftragten vom Unternehmen beschafft werden.
Der externe Datenschutzbeauftragte agiert im Gegensatz zum internen Datenschutzbeauftragten neutral und unvoreingenommen.
Der externe Datenschutzbeauftragte verfügt über einen großen Erfahrungsschatz aus anderen Unternehmen, während der interne Datenschutzbeauftragte keine Vergleichsmöglichkeit hat.
Bei der Bestellung eines externen Datenschutzbeauftragten besteht anders als bei der Bestellung eines internen Datenschutzbeauftragten kein Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats nach § 99 BetrVG.
Die Bestellung eines externen Datenschutzbeauftragten verleiht dem Unternehmer größere personelle Flexibilität, da das Arbeitsverhältnis mit dem internen Datenschutzbeauftragten gemäß § 4f Absatz 3 BDSG nur aus wichtigem Grund, nicht aber ordentlich gekündigt werden kann. Dieser extrem hohe Kündigungsschutz dauert bis zu ein Jahr nach der Abberufung als interner Datenschutzbeauftragter fort. Mit dem externen Datenschutzbeauftragten besteht dagegen gar kein Arbeitsverhältnis und damit auch kein arbeitsrechtlicher Kündigungsschutz des Datenschutzbeauftragten.